
Gastro Bestellsystem provisionsfrei: Warum Ihr Restaurant jede Online-Bestellung selbst behalten sollte
Ein provisionsfreies Gastro Bestellsystem ist eine eigene Online-Bestellseite, die dem Restaurant gehört und für die keine Gebühr pro Bestellung anfällt. Lieferando, Uber Eats und Wolt behalten in Deutschland je nach Modell 13 bis 30 Prozent vom Bestellwert. Ein eigenes System kostet stattdessen eine feste Monatspauschale, und die Kundendaten bleiben beim Wirt.
7 Min. LesezeitVon Michael Raske

Ein provisionsfreies Gastro Bestellsystem ist eine eigene Online-Bestellseite, die dem Restaurant gehört und für die keine Gebühr pro Bestellung anfällt. Lieferando, Uber Eats und Wolt behalten in Deutschland je nach Modell 13 bis 30 Prozent vom Bestellwert. Ein eigenes System kostet stattdessen eine feste Monatspauschale, und die Kundendaten bleiben beim Wirt.
Ich habe in den letzten Jahren mit vielen Wirten zwischen Flensburg und Osnabrück gesprochen. Fast jeder erzählt dieselbe Geschichte: Die Bestellungen über die Portale laufen, das Konto am Monatsende sagt trotzdem etwas anderes. Irgendwo dazwischen verschwindet ein Fünftel vom Umsatz. Nicht in der Küche, nicht beim Fahrer. In der Provisionsabrechnung.
Dieser Artikel rechnet das einmal ehrlich durch. Und er zeigt, was ein eigenes Bestellsystem leisten muss, damit es die Portale nicht nur ersetzt, sondern schlägt.

Was ein Gastro Bestellsystem provisionsfrei wirklich kostet
Die Portale nennen ihre Gebühr Provision. Klingt nach Vermittlung, nach Leistung. Tatsächlich ist es ein Umsatzanteil, der bei jeder einzelnen Bestellung fällig wird, egal ob Stammkunde oder Laufkundschaft.
Bei Lieferando liegt die Provision für Restaurants mit eigenem Fahrer bei rund 13 Prozent, mit Lieferando-Fahrern bei etwa 30 Prozent. Dazu kommen Zahlungsgebühren und bei Bedarf Kosten für Sichtbarkeit in der App. Wolt und Uber Eats bewegen sich in ähnlichen Bereichen.
Ein provisionsfreies System dreht das um. Sie zahlen eine Monatspauschale, bei Bistrio 49 Euro, und danach spielt es keine Rolle, ob 50 oder 500 Bestellungen reinkommen. Je mehr Sie verkaufen, desto günstiger wird jede einzelne Bestellung.
Das ist der ganze Unterschied. Kein Trick, keine Kleingedruckte-Falle. Fixkosten statt Umsatzbeteiligung. Wie sich die Portalgebühren im Einzelnen zusammensetzen, steht im Ratgeber Lieferando-Gebühren sparen.
Rechenbeispiel: Pizzeria in Bremerhaven
Nehmen wir eine Pizzeria im Bremerhavener Stadtteil Lehe. Mittlere Größe, eigene Fahrer, 40 Lieferbestellungen am Tag, durchschnittlicher Bestellwert 28 Euro.
Monatlich sind das rund 1.200 Bestellungen und 33.600 Euro Umsatz über Lieferung.
Bei 13 Prozent Provision gehen davon 4.368 Euro an das Portal. Jeden Monat. Im Jahr sind das über 52.000 Euro, also ungefähr ein Vollzeit-Koch inklusive Nebenkosten.
Mit einem eigenen System und 49 Euro Monatspauschale bleiben 4.319 Euro mehr in der Kasse. Selbst wenn nur die Hälfte der Kunden direkt bestellt und die andere Hälfte weiter über das Portal kommt, spart die Pizzeria noch über 2.000 Euro im Monat.
Die Zahlen sind konservativ. Viele Betriebe an der Küste haben in der Saison deutlich höhere Bestellwerte, weil Ferienwohnungsgäste gern für die ganze Familie ordern. Eine ausführliche Rechnung für Pizzerien finden Sie unter Umsatz eines Pizza-Lieferdienstes.

Wem gehören eigentlich Ihre Kunden?
Das ist die Frage, die in den Provisionsdebatten fast immer zu kurz kommt. Und sie ist wichtiger als die Prozente.
Wer über Lieferando bestellt, ist Lieferando-Kunde. Das Portal kennt Name, Adresse, Bestellhistorie, Lieblingsgericht. Sie als Wirt bekommen einen Zettel mit der Bestellung. Wenn der Kunde nächste Woche Hunger hat, öffnet er die App, und die App zeigt ihm neben Ihrem Restaurant drei Konkurrenten mit Rabattaktion.
Sie haben den Kunden mit Ihrem Essen gewonnen. Das Portal hat ihn behalten.
Mit einem eigenen Bestellsystem läuft es andersherum. Die Bestellung landet in Ihrem Portal, der Kunde in Ihrer Liste. Wer will, trägt sich für Ihren Newsletter ein. Im Januar, wenn in Sankt Peter-Ording die Straßen leer sind, schicken Sie Ihren 800 Stammkunden einen Zehn-Prozent-Gutschein. Das kostet nichts und füllt den Laden.
Genau diese Liste ist das, was ein Restaurant nach fünf Jahren Portalarbeit nicht hat. Und das, was es nach einem Jahr mit eigenem System hat.
💡 Praxis-Tipp: Legen Sie am Tag der Umstellung einen QR-Code auf jeden Tisch und jede Lieferverpackung. „Direkt bestellen, 5 % sparen" reicht als Text. Mit Bistrio läuft das über denselben Shop, den auch Ihre Website nutzt, ohne Provision und mit eigener Kundenliste. Die Gäste bestellen am Tisch, reservieren online, und was sie bestellen, sehen Sie im selben Portal. Testen können Sie das über die kostenlose Demo, drei Monate lang und im vollen Umfang.
Online Speisekarte, Lieferdienst Software, Tischbestellung: Was das System können muss
Nicht jedes Bestellsystem ist ein gutes Bestellsystem. Ich habe genug Wirte erlebt, die von einem Portal auf eine halbfertige Website-Lösung umgestiegen sind und nach drei Monaten zurück wollten. Meist lag es an einem dieser Punkte.
Die Online Speisekarte muss ohne Hilfe pflegbar sein
Preise ändern sich. Gerichte gehen aus. Wenn Sie für jede Anpassung einen Anruf beim Anbieter brauchen, verlieren Sie. Sie müssen im Portal selbst Fotos hochladen, Beschreibungen ändern und einzelne Gerichte auf „ausverkauft" setzen können. In zwei Minuten, vom Handy aus.
Die Lieferdienst Software muss Liefergebiete und Zeiten kennen
Ein Restaurant in Cuxhaven liefert nicht nach Bremerhaven. Das System muss Postleitzahlen oder Radien abgrenzen, Mindestbestellwerte pro Gebiet setzen und Bestellungen außerhalb der Öffnungszeiten sauber abfangen. Sonst haben Sie Sonntagabend um 23 Uhr eine Bestellung, die niemand mehr sieht. Was gute Liefer-Software sonst noch braucht, haben wir gesondert beschrieben.
Tischbestellung per QR-Code
Das ist der Punkt, den Portale gar nicht bieten. Gäste scannen den Code am Tisch, bestellen Nachschlag und zahlen, ohne dass jemand fünf Minuten auf die Bedienung wartet. In der Hochsaison auf Sylt oder in Warnemünde, wenn das Personal knapp ist, ist das kein Komfort mehr, sondern eine Notwendigkeit.
Reservierungen im selben System
Wer für Samstagabend reserviert, kann gleich das Menü vorbestellen. Sie wissen am Freitag, was am Samstag gebraucht wird. Weniger Einkauf ins Blaue, weniger Wegwerfen.
Gutscheincodes und Kundenliste
Ohne die beiden Funktionen ist das System nur ein Bestellformular. Mit ihnen ist es ein Marketing-Werkzeug, das Sie sonst monatlich bezahlen würden.
Umstieg ohne Umsatzeinbruch
Der häufigste Fehler beim Wechsel: Das Portal am Montag kündigen und hoffen, dass die Kunden den neuen Weg von allein finden. Tun sie nicht.
So läuft es besser:
Erste vier Wochen beides parallel fahren. Das Portal bleibt online, das eigene System geht live. Jede Portalbestellung bekommt einen Flyer in die Tüte mit dem QR-Code und einem kleinen Rabatt für die nächste Direktbestellung.
Ab Woche fünf die Sichtbarkeit im Portal zurückfahren. Keine bezahlten Platzierungen mehr, Mindestbestellwert hochsetzen. Wer Sie mag, findet den direkten Weg.
Nach drei Monaten schauen Sie auf die Zahlen. Bei den meisten Betrieben, die ich begleitet habe, laufen dann 60 bis 80 Prozent der Bestellungen direkt. Ob Sie das Portal dann ganz abschalten oder als Nebenkanal behalten, ist Ihre Entscheidung. Und zwar erstmals wirklich Ihre. Den Vergleich der Anbieter finden Sie im Artikel Lieferando-Alternative.

Häufige Fragen
Was kostet ein provisionsfreies Gastro Bestellsystem im Monat?
Bei Bistrio 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, einmalig 299 Euro Einrichtung. Die ersten drei Monate sind kostenlos, danach eine feste Monatsgebühr ohne Beteiligung am Bestellwert.
Verliere ich Kunden, wenn ich Lieferando kündige?
Kurzfristig ein paar, langfristig nicht, wenn Sie den Umstieg mit Flyern, QR-Codes und einem Startrabatt begleiten. Stammkunden folgen dem Restaurant, nicht der App.
Brauche ich eine eigene Website für das Bestellsystem?
Nein. Das Bestellsystem läuft auf einer eigenen Adresse, die Sie auf Google, Instagram und dem Flyer verlinken. Eine bestehende Website kann darauf verweisen, muss aber nicht.
Funktioniert das auch für ein kleines Café oder einen Imbiss?
Ja. Gerade kleine Betriebe mit wenig Personal profitieren von der Tischbestellung per QR-Code. Bei 20 Bestellungen am Tag rechnet sich die Pauschale bereits gegenüber jeder Provision.
Kann ich Bestellungen für Catering oder Feiern abwickeln?
Ja. Speisen lassen sich in Kategorien anlegen, Kunden stellen ihr Buffet selbst zusammen und tragen Datum, Uhrzeit und Personenzahl ein. Die Bestellung liegt dann vor dem Einkauf im Portal.
Der nächste Schritt
Ein Fünftel vom Umsatz ist zu viel für einen Bestellzettel. Mit einem eigenen, provisionsfreien Bestellsystem behalten Sie das Geld, die Kundendaten und die Entscheidung, wer Ihre Gäste anspricht.
Bistrio ist genau dafür gebaut: Online-Bestellung, Tischbestellung per QR-Code, Reservierungen, Gutscheine und Ihre eigene Kundenliste in einem Portal. Ohne Provision. Drei Monate kostenlos, mit Ihrer eigenen Karte und Ihren eigenen Gästen.
Demo ansehen oder anrufen: Michael Raske, 0176 61850722.

Bestellsystem, Tischbestellung per QR-Code, Reservierungen und Gutscheine in einem Portal. Ohne Provision. Drei Monate kostenlos testen.
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