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Liefersoftware Pizza: die Funktionen, an denen der Freitagabend hängt

Liefersoftware für eine Pizzeria muss vier Dinge können: Pizzen in mehreren Größen mit Extras und halb-halb abbilden, Liefergebiete per Postleitzahl mit eigenem Mindestbestellwert trennen, Bestellungen im Stoßbetrieb zwischen 18 und 20 Uhr ohne Stau annehmen und die Kundendaten beim Betrieb lassen. Lieferportale können vor allem das dritte, kosten dafür rund 13 bis 30 Prozent Provision.

9 Min. LesezeitVon Michael Raske

Liefersoftware für Pizza im Einsatz: Pizzabäcker am Ofen, daneben der Bildschirm mit den eingehenden Bestellungen

Liefersoftware für eine Pizzeria muss vier Dinge können: Pizzen in mehreren Größen mit Extras und halb-halb abbilden, Liefergebiete per Postleitzahl mit eigenem Mindestbestellwert trennen, Bestellungen im Stoßbetrieb zwischen 18 und 20 Uhr ohne Stau annehmen und die Kundendaten beim Betrieb lassen. Lieferportale können vor allem das dritte, kosten dafür rund 13 bis 30 Prozent Provision.

Pizza ist der schwierigste Fall im ganzen Liefergeschäft. Kein anderes Gericht hat so viele Varianten pro Position: drei Größen, zwei Teigsorten, elf Extras, halb Salami halb Vegetarisch, dazu ein Familienangebot mit zwei Getränken. Wer schon einmal versucht hat, das in eine Software zu pressen, die eigentlich für Bowls gebaut wurde, weiß, wovon ich rede.

Ich richte solche Systeme seit Jahren zwischen Emden und Cuxhaven ein. Die meisten Pizzerien scheitern nicht an der Technik, sondern an einer Karte, die im System anders aussieht als auf dem Papier im Laden. Dieser Artikel geht durch, was eine Liefersoftware für Pizza können muss, was die Umstellung kostet und wo der Unterschied zum Portal liegt.

Liefersoftware Pizza im Abendgeschäft: eingehende Bestellungen neben dem Ofen

Liefersoftware Pizza: fünf Funktionen, die im Abendgeschäft zählen

Alles andere ist Beiwerk. Diese fünf entscheiden, ob der Freitag ruhig läuft oder ob jemand mit dem Telefon zwischen Ofen und Theke steht.

Größen, Teig und Extras als echte Optionen. Eine Pizza Salami ist keine Position, sondern eine Familie: 26er, 30er, Familienblech, dünner oder amerikanischer Boden, Extra-Käse, ohne Zwiebeln. Wenn die Software das nur über einzeln angelegte Artikel abbilden kann, hat Ihre Karte am Ende 400 Positionen statt 60, und jede Preisänderung dauert einen Abend.

Halb-halb. Bei uns an der Küste bestellt jede vierte Familie mindestens eine geteilte Pizza. Kann das System das nicht, tippt der Gast es ins Bemerkungsfeld, und in der Küche geht es unter. Ein Bemerkungsfeld ist keine Funktion, es ist eine Fehlerquelle.

Liefergebiete mit eigenem Mindestbestellwert. Ein Betrieb in Wilhelmshaven liefert nach Sengwarden ab 15 Euro, nach Schortens erst ab 25 Euro und nach Jever gar nicht. Das muss die Software pro Postleitzahl oder Radius trennen, samt eigener Liefergebühr. Sonst fährt der Fahrer 14 Kilometer für eine Margherita.

Vorbestellung mit Uhrzeit. Die Hälfte der Freitagsbestellungen kommt zwischen 17:30 und 18:15 herein, gewünscht wird sie aber über den ganzen Abend verteilt. Wenn Gäste eine Wunschzeit setzen können, taktet sich der Ofen von selbst.

Die Kundenliste. Name, Adresse, Telefonnummer, Bestellhistorie: Das ist der eigentliche Wert. Über ein Portal gehören diese Daten dem Portal. Im eigenen System gehören sie Ihnen, und im Januar, wenn an der Küste wenig los ist, können Sie 800 Leuten eine Nachricht schicken.

Pizza Lieferservice Software: was der Stoßbetrieb mit dem System macht

Software zeigt ihr wahres Gesicht nicht am Dienstagmittag. Sie zeigt es samstags um 18:40, wenn 22 Bestellungen offen sind, zwei Fahrer unterwegs sind und das Telefon klingelt.

Drei Dinge fallen dann auf. Erstens: Wie viele Klicks braucht eine Statusänderung? Wenn „angenommen" und „fertig" jeweils drei Schritte kosten, macht es niemand, und die Übersicht ist nach einer Stunde tot. Zweitens: Bleibt die Bestellseite schnell, wenn 60 Leute gleichzeitig draufgehen? Drittens: Was passiert, wenn das Küchen-Tablet abstürzt? Ein System, das die offenen Bestellungen nur im Browser-Speicher hält, hat dann nichts mehr.

Deshalb der Rat, den ich jedem Betrieb gebe: Testen Sie an einem echten Samstag, nicht an einem Montag mit Beispieldaten. Alles andere ist ein Probelauf ohne Gäste.

Software für Pizza-Lieferdienst gegen Portal: die Rechnung für Cuxhaven

Nehmen wir eine Pizzeria in Cuxhaven mit 620 Lieferbestellungen im Monat und 28 Euro Durchschnittsbon. Das sind 17.360 Euro Lieferumsatz.

Über ein Portal mit rund 13 Prozent Provision, also mit eigenen Fahrern: 2.257 Euro im Monat. Mit Portal-Fahrern und rund 30 Prozent wären es 5.208 Euro.

Mit einem eigenen System zu 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer und einmalig 299 Euro Einrichtung: im ersten Jahr 740 Euro, wenn die ersten drei Monate gratis laufen. Gegen 27.082 Euro Portalprovision im selben Zeitraum.

Diese Rechnung hat einen Haken, und den soll man ehrlich benennen: Die Bestellungen kommen nicht von allein. Das Portal bringt Sichtbarkeit, die eigene Seite bringt sie nicht. Wer aus dem Portal aussteigt, ohne vorher Stammkunden auf den eigenen Kanal zu ziehen, verliert Umsatz. Wer beides parallel laufen lässt und über QR-Codes auf Karton und Kassenbon umleitet, verschiebt jeden Monat ein Stück Provision zurück in die eigene Kasse. Die ausführliche Umsatzrechnung für Pizza-Lieferdienste steht unter Umsatz Pizza-Lieferdienst.

Software für Pizza-Lieferdienst: QR-Code auf dem Karton leitet Stammkunden auf die eigene Bestellseite

💡 Praxis-Tipp: Kleben Sie drei Monate lang auf jeden Karton einen Aufkleber mit QR-Code und dem Satz „Direkt bei uns bestellen, 10 % sparen". Der Rabatt kostet Sie zehn Prozent, das Portal nimmt dreizehn bis dreißig. Nach zwölf Wochen sehen Sie in der eigenen Kundenliste schwarz auf weiß, wie viele Haushalte gewechselt haben. Die kostenlose Demo zeigt vorher, wie Bestellseite und Übersicht aussehen, mit Beispieldaten und ohne Anmeldung.

Pizzeria Software und Kassensystem: was zusammengehört und was nicht

Hier wird oft alles in einen Topf geworfen. Eine Pizzeria hat im Normalfall drei Systeme, und die haben verschiedene Aufgaben.

Das Kassensystem bedient den Tresen und die Tische im Haus, druckt Bons, erfüllt die Kassensicherungsverordnung und schließt den Tag ab. Das ist ein Gerät mit TSE, dafür gibt es Fachanbieter.

Die Liefersoftware nimmt Bestellungen von außen an: über die eigene Bestellseite, per QR-Code am Tisch, als Abholung oder Lieferung. Sie kennt Liefergebiete, Zahlungsarten und Kunden.

Die Webseite ist das Schaufenster, auf dem beides zusammenläuft.

Wer nach „Pizza Lieferservice Kassensystem" sucht, meint meistens eine Komplettlösung, die alles drei macht. Die gibt es, sie kostet in der Regel deutlich mehr als hundert Euro im Monat, und man bindet sich an einen Anbieter für alles. Bistrio ist bewusst nur das zweite und dritte Stück: Bestellsystem und Webseite. Ihre Kasse bleibt, wie sie ist. Für die meisten Betriebe, die ich betreue, ist genau das der Punkt, weil die Kasse funktioniert und nur der Bestellweg klemmt.

Umstellung in der Praxis: von der Papierkarte zur ersten Bestellung

Der Ablauf ist bei fast jeder Pizzeria gleich, und er dauert weniger lang, als die meisten fürchten.

Zuerst wird die Karte übernommen. Sie schicken die PDF oder das Foto der Papierkarte, wir legen Kategorien, Größen, Teigvarianten und Extras an. Das ist der aufwendigste Teil und der Grund für die einmaligen 299 Euro Einrichtung. Bei einer Karte mit 60 Pizzen, Nudeln, Salaten und Getränken ist das ein knapper Arbeitstag.

Dann die Liefergebiete. Postleitzahlen oder Radien, je Gebiet ein Mindestbestellwert und eine Liefergebühr. Wir gehen das am Telefon zusammen durch, weil kein Anbieter von außen weiß, wohin sich Ihre Fahrer noch lohnen.

Danach Zahlung und Öffnungszeiten. PayPal und Barzahlung bei Lieferung, Küchenzeiten getrennt für Abholung und Lieferung, Pausen an Ruhetagen.

Zum Schluss der Test mit dem eigenen Team. Zwei, drei Probebestellungen, damit alle den Ablauf einmal gesehen haben, bevor der erste Gast klickt. Was in einer Testphase mindestens enthalten sein muss, damit sie überhaupt aussagekräftig ist, steht ausführlich unter Liefersoftware kostenlos.

Pizzeria Software einrichten: Speisekarte mit Größen und Extras im eigenen Bestellsystem anlegen

Für welche Pizzerien sich eine eigene Liefersoftware lohnt

Nicht für alle, und das sage ich auch am Telefon.

Unter etwa 15 Lieferbestellungen in der Woche bleibt das Portal als reiner Nebenkanal günstiger. Da zahlt man auf eine Handvoll Bestellungen Provision und spart sich die Pauschale.

Ab ungefähr 20 Bestellungen die Woche kippt es. Bei 25 Euro Bon und 13 Prozent sind das schon 65 Euro Provision im Monat, also mehr als die Flatrate. Ab da wird jede weitere Bestellung im eigenen System zum reinen Plus.

Am deutlichsten ist der Effekt bei Betrieben mit Stammkundschaft. Eine Pizzeria in Wilhelmshaven, die seit zwölf Jahren dieselben Familien beliefert, wird nicht über das Portal gefunden, sie wird dort nur abkassiert. Und an der Küste kommt der Sommer dazu: Zwischen Juni und September bestellen Ferienwohnungen in Cuxhaven, Butjadingen und St. Peter-Ording abends aufs Handy. Wer dann eine eigene Bestellseite mit Liefergebiet für das Ferienhausgebiet hat, nimmt den Umsatz voll mit. Wie das für eine Pizzeria konkret aussieht, steht unter Bestellsystem für Pizzerien; die Preise stehen offen unter Preise.

Häufige Fragen

Was kostet Liefersoftware für eine Pizzeria im Monat?

Bei Bistrio 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, dazu einmalig 299 Euro für die Einrichtung, ohne Provision auf Bestellungen. Die ersten drei Monate laufen im vollen Umfang gratis. Komplettlösungen mit Kassensystem und TSE liegen meist deutlich höher.

Kann die Software Pizza halb-halb und Extras abbilden?

Ja. Größen, Teigvarianten, Extras und geteilte Pizzen werden als Optionen an der Position hinterlegt, nicht als eigene Artikel. Der Gast klickt sie in der Bestellseite zusammen, der Preis rechnet sich automatisch.

Brauche ich ein neues Kassensystem, wenn ich umstelle?

Nein. Bistrio ist ein Bestellsystem mit Webseite, kein Kassensystem. Ihre Kasse im Haus bleibt unverändert, der Bestellweg von außen läuft künftig über die eigene Seite.

Kann ich parallel weiter über Lieferando liefern?

Ja, und in den ersten Monaten ist das der vernünftige Weg. Das Portal bringt weiter Neukunden, Stammkunden leiten Sie per QR-Code auf Karton und Bon auf die eigene Seite. Nach ein paar Monaten sehen Sie am Verhältnis, wie weit Sie das Portal zurückfahren können.

Wie lange dauert die Einrichtung einer Pizza-Karte?

Für eine übliche Karte mit rund 60 Pizzen plus Nudeln, Salaten und Getränken rechnen wir mit ein bis zwei Werktagen ab dem Moment, in dem uns die Karte vorliegt. Liefergebiete und Zahlungsarten kommen am selben Tag dazu.

Der nächste Schritt

Eine Pizzeria in Cuxhaven mit 620 Bestellungen im Monat gibt beim Portal über 27.000 Euro im Jahr an Provision ab. Dieselbe Pizzeria zahlt mit eigenem System im ersten Jahr 740 Euro. Das ist kein Software-Argument, das ist ein zweiter Ofen oder eine halbe Stelle.

Dazu kommt der Teil, den man nicht sofort auf der Rechnung sieht: Ihre Kundenliste. Wer weiß, welche 800 Haushalte in den letzten zwölf Monaten bestellt haben, kann im Februar eine Aktion fahren. Wer die Daten beim Portal lässt, kann das nicht.

Sehen Sie sich das System drei Monate lang im vollen Umfang an, mit Ihrer Karte, Ihren Liefergebieten und Ihren Gästen. Ohne Provision, ohne Kreditkarte zu Beginn. Demo ansehen oder direkt anrufen: Michael Raske, 0176 61850722.

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