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Software für Lieferdienst: welche Bausteine Sie brauchen und welche nicht

Software für einen Lieferdienst besteht aus vier Teilen: Bestellannahme, Speisekarte, Liefergebiete und Kundenverwaltung. Bistrio bündelt diese Teile in einem System für 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, 299 Euro Einrichtung und ohne Provision. Lieferportale rechnen stattdessen rund 13 bis 30 Prozent vom Bestellwert ab. Kassensysteme im Haus bleiben davon unberührt.

9 Min. LesezeitVon Michael Raske

Software für Lieferdienst im Betrieb - Bildschirm mit eingehenden Bestellungen neben der Warmhaltetheke einer Imbissküche

Software für einen Lieferdienst besteht aus vier Teilen: Bestellannahme, Speisekarte, Liefergebiete und Kundenverwaltung. Bistrio bündelt diese Teile in einem System für 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, 299 Euro Einrichtung und ohne Provision. Lieferportale rechnen stattdessen rund 13 bis 30 Prozent vom Bestellwert ab. Kassensysteme im Haus bleiben davon unberührt.

Wenn mich jemand aus Leer oder Norden anruft und nach Software für seinen Lieferdienst fragt, meint er selten dasselbe wie der Anrufer davor. Der eine sucht eine Bestellseite. Der zweite will die Zettelwirtschaft am Telefon loswerden. Der dritte hat gehört, dass man Fahrer irgendwie digital einteilen kann, und weiß nicht, ob er das überhaupt braucht.

Das Wort deckt ein halbes Dutzend verschiedener Programme ab, und wer die Kategorien nicht auseinanderhält, kauft am Ende drei Systeme, die sich überschneiden. Ich habe Betriebe gesehen, die parallel eine Kasse mit Liefermodul, einen Portalvertrag und ein Webseiten-Abo bezahlt haben. Zusammen über 400 Euro im Monat, für Funktionen, die zu zwei Dritteln doppelt vorhanden waren.

Hier steht, welche Bausteine ein Lieferdienst wirklich braucht, was die üblichen Preismodelle in echten Zahlen bedeuten und welche fünf Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten, bevor Sie unterschreiben.

Software für Lieferdienst: eingehende Bestellungen auf dem Bildschirm in der Imbissküche

Software für Lieferdienst: fünf Kategorien, die ständig verwechselt werden

Das Bestellsystem. Nimmt Bestellungen über Ihre eigene Seite an, prüft Postleitzahl, Mindestbestellwert und Öffnungszeit, meldet die Bestellung in die Küche. Das ist der Kern.

Das Lieferportal. Kein Programm für Ihren Betrieb, sondern ein Marktplatz, auf dem Sie gelistet sind. Bringt Sichtbarkeit, kostet Prozente, und die Gästedaten bleiben dort.

Das Kassensystem. Bucht Umsätze, druckt Bons, erfüllt die Pflichten der Kassensicherungsverordnung. Manche Kassen haben ein Liefermodul dazu, das aber fast immer für den Tresen gedacht ist und nicht für zwanzig parallele Fahrten.

Die Fahrerdisposition. Tourenplanung, Live-Karte, Fahrerhandy. Klingt gut auf Messen. Für einen Betrieb mit zwei bis drei Fahrern und einem Radius von acht Kilometern ist es Ballast. Ab etwa acht gleichzeitigen Fahrern wird es interessant.

Die Webseite. Der Ort, an dem die Bestellung stattfindet. Ohne sie ist das beste Bestellsystem eine Tür ohne Haus.

Für die meisten Lieferdienste an der Küste reichen Baustein eins und fünf, wenn beide zusammengehören. Alles andere kommt später oder nie. Was hinter dem Begriff Liefersoftware im Detail steckt, steht ausführlich unter Liefer-Software.

Lieferdienst Software: die sechs Funktionen, an denen der Abend hängt

Zwischen Werbeversprechen und Freitagabend liegt eine ziemlich klare Grenze. Das hier sind die Punkte, an denen es kippt.

Liefergebiete nach Postleitzahl. Ein Betrieb in Bremerhaven liefert nach Lehe gern, nach Schiffdorf ab 25 Euro, nach Langen gar nicht mehr. Ein Kreis auf der Karte kennt diese Unterscheidung nicht, er kennt nur Kilometer.

Küchenzeiten getrennt von Öffnungszeiten. Die Küche schließt um 21:30, die Abholung läuft bis 22:00. Kennt die Software nur eine Zeit, nimmt sie um 21:45 Bestellungen an, die keiner mehr kocht.

Vorbestellungen mit Wunschzeit. Freitags kommt der halbe Abend in vierzig Minuten herein. Wer eine Uhrzeit wählen kann, entzerrt die Spitze von allein.

Gutscheincodes. Klingt nach Spielerei, ist das beste Messinstrument, das Sie haben. Ein Code sagt Ihnen hinterher auf den Kopf genau, wie viele Gäste über die Flyeraktion gekommen sind.

Eine Bestellübersicht mit einem Klick pro Schritt. Angenommen, in Arbeit, unterwegs. Braucht jeder Schritt drei Klicks, pflegt das ab der zwölften Bestellung niemand mehr, und die Übersicht ist tot.

Die eigene Kundenliste. Name, Adresse, Telefon, Bestellhistorie, exportierbar. Das ist der Teil, der auf keiner Rechnung auftaucht und langfristig mehr wert ist als die gesparte Provision.

Was dagegen selten gebraucht wird: Schichtplanung, Warenwirtschaft mit Rezepturen, Treuepunktesysteme mit App. Schöne Module, die im Alltag eines Imbisses mit acht Leuten kaum jemand pflegt.

Lieferdienst Software im Einsatz: Fahrer liefert eine Bestellung im Umland aus

Was Software für Lieferdienste kostet: drei Preismodelle im Klartext

Die Modelle unterscheiden sich weniger im Preis als darin, wann der Preis wehtut.

Provision vom Umsatz. Lieferportale nehmen rund 13 Prozent, wenn Sie selbst fahren, bis etwa 30 Prozent, wenn das Portal fährt. Der Betrag steht nie vorher fest. Er wächst genau dann, wenn es gut läuft.

Gebühr pro Bestellung. Auf den ersten Blick harmlos. Rechnen Sie es hoch: Bei 320 Bestellungen im Monat kostet jeder Cent Bestellgebühr 3,20 Euro. 30 Cent sind 96 Euro monatlich, 1.152 Euro im Jahr, und auch dieser Betrag steigt mit dem Erfolg.

Feste Monatspauschale. Der Betrag bleibt gleich, egal ob 200 oder 900 Bestellungen hereinkommen. Bei Bistrio sind das 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, einmalig 299 Euro für die Einrichtung der Karte, keine Provision.

Ein Beispiel aus Bremerhaven, 320 Bestellungen im Monat, 24 Euro Durchschnittsbon, also 7.680 Euro Lieferumsatz. Über ein Portal mit eigenen Fahrern und rund 13 Prozent: 998 Euro im Monat. Mit eigener Software und drei kostenfreien Startmonaten: 740 Euro im gesamten ersten Jahr, Einrichtung eingerechnet.

Ein Monat gegen ein Jahr. Für denselben Bestellstrom, nur über einen anderen Kanal. Die offenen Konditionen stehen unter Preise, und wie sich Anbieter mit dem Wort „kostenlos" finanzieren, habe ich unter Liefersoftware kostenlos auseinandergenommen.

💡 Praxis-Tipp: Legen Sie eine Tabelle mit zwei Spalten an. Links jede Funktion, die Sie in den letzten vier Wochen tatsächlich gebraucht hätten, rechts der Preis des Anbieters. Alles, was Sie in vier Wochen kein einziges Mal vermisst haben, fliegt raus. Die meisten Betriebe landen dann bei Bestellseite, Liefergebieten, Vorbestellung und Kundenliste. Genau diese vier Dinge können Sie ohne Anmeldung durchklicken, bevor Sie irgendwo unterschreiben: Demo ansehen.

Bringdienst Software auswählen: fünf Fragen vor der Unterschrift

Stellen Sie diese Fragen am Telefon, und zwar bevor über Preise geredet wird. Die Antworten trennen die Anbieter schneller als jede Featureliste.

Wie lange läuft der Vertrag, und wie kündige ich? Zwölf Monate mit automatischer Verlängerung sind in dieser Branche üblich, aber nicht zwingend. Fragen Sie nach, was passiert, wenn es nicht passt.

Bekomme ich meine Kundendaten als Datei? Adressen, Telefonnummern, Bestellhistorie, als CSV oder Excel, jederzeit. Wer hier herumdruckst, verkauft Ihnen keine Software, sondern eine Abhängigkeit.

Wer geht um 19:30 ans Telefon? Nicht die Hotline-Zeiten im Impressum zählen, sondern ob Sie am Freitagabend jemanden erreichen, wenn keine Bestellung durchkommt. Rufen Sie testhalber einmal zur Stoßzeit an.

Welche Hardware brauche ich zusätzlich? Bei einem browserbasierten System reicht ein Tablet oder ein alter Laptop an der Ausgabe. Wenn ein Anbieter eigene Geräte verlangt, gehört deren Preis in Ihre Rechnung.

Wer pflegt die Karte, wenn sich Preise ändern? Eine Speisekarte ändert sich zwei- bis dreimal im Jahr. Entweder Sie machen das selbst in zehn Minuten, oder jemand macht es für Sie. Beides ist in Ordnung. Unklar darf es nicht sein.

Bringdienst Software auswählen: Wirt und Berater gehen die Liefergebiete am Laptop durch

Software Lieferdienst einführen: zwei Wochen, vier Schritte

Der Ablauf ist bei fast jedem Betrieb derselbe, und er dauert kürzer, als die meisten befürchten.

Zuerst die Karte. Sie schicken PDF, Fotos oder den Link zu Ihrem Portalauftritt, wir legen Kategorien, Größen, Beilagen und Extras an. Das ist der aufwendigste Teil und der Grund für die Einrichtungspauschale. Bei einer normalen Imbisskarte ist das ein Arbeitstag.

Dann die Liefergebiete. Postleitzahlen, Mindestbestellwerte, Liefergebühren, am besten gemeinsam am Telefon. Kein Anbieter von außen weiß, bis wohin sich Ihre Fahrer noch lohnen.

Danach Zeiten und Zahlung: Küchenzeiten, Abholzeiten, Ruhetage, PayPal und Barzahlung. Und zum Schluss drei Probebestellungen mit dem eigenen Team, damit jeder den Ablauf einmal gesehen hat, bevor der erste echte Gast bestellt.

Was danach kommt, ist der Teil, den Software nicht übernimmt: Die Gäste müssen von Ihrem neuen Kanal erfahren. QR-Code auf den Karton, Aufkleber an die Tür, Hinweis auf den Kassenbon, die Telefonbestellung mit einem Satz begleiten. Wer das drei Monate durchhält, sieht den Unterschied in der Bestellstatistik.

Für welche Betriebe sich eigene Software lohnt

Am deutlichsten für Lieferdienste mit Stammkundschaft. Ein Imbiss in Wilhelmshaven, der seit Jahren dieselben Familien beliefert, wird über ein Portal nicht entdeckt. Er wird dort nur abgerechnet.

An der Nordseeküste kommt die Saison dazu. Zwischen Juni und September bestellen Ferienwohnungen in Cuxhaven, Butjadingen und St. Peter-Ording abends aufs Handy, meist mit höherem Bon als der Alltagsgast. Wer für diese Gebiete ein eigenes Liefergebiet mit passendem Mindestbestellwert angelegt hat, nimmt den Umsatz ohne Abzug mit.

Weniger lohnt es sich für Betriebe, die im Monat zwanzig Fahrten machen und das Liefergeschäft nebenbei betreiben. Da bleibt das Portal als Nebenkanal die bequemere Lösung, und das sage ich auch am Telefon. Wie ein Bestellsystem für Lieferdienste im Detail funktioniert, steht unter Lieferdienst Bestellsystem.

Häufige Fragen

Was kostet Software für einen Lieferdienst?

Bei Bistrio 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer und einmalig 299 Euro für die Einrichtung, ohne Provision auf Bestellungen. Die ersten drei Monate laufen im vollen Umfang kostenlos. Das Helden-Komplettpaket mit Webseite kostet 54,99 Euro im Monat.

Ersetzt die Software mein Kassensystem?

Nein. Bistrio ist ein Bestellsystem mit Webseite. Ihre Kasse im Haus samt technischer Sicherheitseinrichtung bleibt, wie sie ist.

Brauche ich eine Tourenplanung für meine Fahrer?

Bei zwei bis drei Fahrern und einem überschaubaren Liefergebiet nicht. Adresse, Telefonnummer und Wunschzeit stehen in der Bestellübersicht, das reicht. Interessant wird Disposition ab etwa acht gleichzeitig unterwegs befindlichen Fahrern.

Welche Hardware brauche ich im Laden?

Ein Tablet oder einen Laptop mit Internetzugang an der Ausgabe, dazu optional einen Bondrucker. Die Software läuft im Browser, es muss nichts installiert werden.

Kann ich parallel weiter über ein Lieferportal bestellen lassen?

Ja, und in den ersten Monaten ist das der vernünftige Weg. Das Portal bringt weiter Neukunden, Ihre Stammgäste leiten Sie über QR-Codes und Rabattcodes nach und nach auf den eigenen Kanal.

Der nächste Schritt

Der Beispielbetrieb aus Bremerhaven zahlt beim Portal 998 Euro im Monat. Eigene Software kostet ihn im ersten Jahr 740 Euro. Diese Differenz ist kein Technikthema, das ist die Frage, ob Sie im Winter Spielraum haben oder nicht.

Dazu kommt der Teil, der auf keiner Rechnung steht. Wer weiß, welche Haushalte in den letzten zwölf Monaten bestellt haben, kann im Februar eine Aktion fahren, die neue Karte ankündigen oder die Ferienhausgebiete im Mai gezielt anschreiben. Wer die Daten beim Portal lässt, kann nur hoffen, dass der Abend läuft.

Sehen Sie sich das drei Monate lang in vollem Umfang an, mit Ihrer Karte, Ihren Liefergebieten und Ihren Gästen. Ohne Provision, ohne versteckte Bestellgebühr. Demo ansehen oder direkt anrufen: Michael Raske, 0176 61850722.

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