
Online Speisekarte erstellen: der Weg von der alten Karte zur eigenen Seite
Eine Online Speisekarte erstellen heißt: die Gerichte eines Betriebs als eigene Webseite anlegen, mit Kategorien, Preisen, Größen, Beilagen und Allergenen. Gäste rufen sie per QR-Code am Tisch oder über die Adresse des Lokals auf. Der Aufwand liegt beim Erfassen der Daten, nicht bei der Technik. Bei Bistrio kostet das 49 Euro monatlich zuzüglich Umsatzsteuer, einmalig 299 Euro Einrichtung.
9 Min. LesezeitVon Michael Raske

Eine Online Speisekarte erstellen heißt: die Gerichte eines Betriebs als eigene Webseite anlegen, mit Kategorien, Preisen, Größen, Beilagen und Allergenen. Gäste rufen sie per QR-Code am Tisch oder über die Adresse des Lokals auf. Der Aufwand liegt beim Erfassen der Daten, nicht bei der Technik. Bei Bistrio kostet das 49 Euro monatlich zuzüglich Umsatzsteuer, einmalig 299 Euro Einrichtung.
Die meisten scheitern nicht am Werkzeug. Sie scheitern am Nachmittag, an dem sie zum ersten Mal ernsthaft vor der eigenen Karte sitzen und merken, dass darin Dinge stehen, die nie jemand sauber aufgeschrieben hat. Welche Beilagen sind beim Schnitzel dabei, welche kosten extra. Gibt es die Pizza in zwei Größen oder in drei. Was kostet der doppelte Käse.
Auf Papier funktioniert das, weil das Team es weiß. Digital funktioniert es nur, wenn es dasteht. Deshalb ist der Satz „ich tipp das mal schnell am Wochenende ein" fast immer falsch, und deshalb fange ich hier nicht mit Software an, sondern mit dem Zettel davor.

Online Speisekarte erstellen: was Sie vorher zusammensuchen müssen
Bevor ein einziges Feld ausgefüllt wird, brauchen Sie sechs Sachen. Wer sie vorher hat, ist in drei Stunden fertig. Wer sie nebenbei klärt, sitzt drei Abende dran.
Die vollständige Kartenliste. Alle Positionen, auch die, die nur auf der Tafel stehen. Der Tagesfisch, die Mittagskarte, die Kindergerichte, die Getränke inklusive Flaschengrößen. Meistens sind das dreißig bis vierzig Prozent mehr Zeilen, als auf der gedruckten Karte stehen.
Größen und Varianten. Pizza 26 und 32 Zentimeter, Bier 0,3 und 0,5, Schnitzel klein und normal. Jede Variante braucht ihren eigenen Preis, sonst rechnet das System später falsch.
Beilagen und Extras. Was ist inklusive, was kostet auf, wie viel. Das ist der Punkt, an dem die meisten Karten unpräzise sind, und der Punkt, der im Bestellbetrieb sofort Ärger macht.
Zusatzstoffe und Allergene. Die Kennzeichnung ist nach der Lebensmittelinformationsverordnung Pflicht. Digital hängen die Angaben am einzelnen Gericht statt in einer Fußnote, und dafür muss jemand einmal durch die ganze Karte gehen.
Beschreibungstexte, wo sie sich lohnen. Nicht bei „Pommes". Sehr wohl bei Gerichten, die man erklären muss, und bei allem, was teurer ist als der Durchschnitt Ihrer Karte.
Bilder, aber nur gute. Zehn bis fünfzehn ordentliche Aufnahmen tragen eine ganze Karte. Achtzig Handyfotos bei Neonlicht ziehen sie runter.
Diese Liste ist der eigentliche Arbeitsaufwand. Alles danach ist Eingabe.
Speisekarte online erstellen in sechs Schritten
1. Struktur festlegen
Kategorien vor Gerichten. Sechs bis zehn Kategorien sind gut, zwanzig sind zu viele. Am Handy sieht der Gast drei Einträge gleichzeitig, deshalb entscheidet die Reihenfolge darüber, was überhaupt gelesen wird.
2. Positionen anlegen
Name, Preis, Nummer, Kurzbeschreibung. Nummern beibehalten, wenn Ihre Stammgäste sie kennen. „Einmal die 34" ist in vielen Betrieben ein eingeführter Begriff, den man nicht wegdigitalisiert.
3. Varianten und Extras dranhängen
Größen, Beilagen, Aufpreise. Hier zahlt sich die Vorarbeit aus. Wer das sauber anlegt, kann die Karte später ohne Zusatzarbeit für Bestellungen freischalten.
4. Zusatzstoffe zuordnen
Einmal durch die komplette Karte, Gericht für Gericht. Langweilig, aber danach nie wieder.
5. Adresse und QR-Code
Die Karte sollte unter einer Adresse laufen, die Ihnen gehört. Sonst hängen Ihre gedruckten Aufsteller an der Adresse eines Anbieters, und ein Wechsel bedeutet Neudruck. Der Code selbst: mindestens drei Zentimeter Kantenlänge, matt gedruckt, nicht hinter der Kerze.
6. Test am echten Tisch
Abends, bei dem Licht, das Sie normalerweise anhaben, mit Mobilfunk statt WLAN. Wie lange dauert es, bis der Preis eines bestimmten Gerichts vor Ihnen steht? Über zehn Sekunden heißt: Ihre Gäste fragen weiter die Bedienung.
💡 Praxis-Tipp: Legen Sie beim ersten Anlegen nicht die komplette Karte an, sondern nur eine Kategorie, in der alles vorkommt, was Ihnen Kopfzerbrechen macht. Bei einer Pizzeria ist das die Pizzaliste mit Größen und Extras, beim Restaurant die Hauptgerichte mit Beilagenwahl. Wenn diese eine Kategorie sauber steht, ist der Rest Fleißarbeit. Wenn sie hakt, haben Sie zwanzig Minuten verloren statt zwei Abenden. Wie so eine fertig eingerichtete Karte im Betrieb aussieht, können Sie ohne Anmeldung durchklicken: Demo ansehen.
Speisekarte online erstellen kostenlos: was die Gratis-Werkzeuge leisten
Es gibt eine Menge Generatoren, mit denen Sie eine Speisekarte online erstellen kostenlos beginnen können. Sie sind nicht schlecht, sie haben nur eine bestimmte Grenze, und die sollte man vorher kennen.
Gratis funktioniert zuverlässig bei kleinen Karten ohne Varianten: ein Café mit zwanzig Positionen, ein Imbiss mit überschaubarer Auswahl, ein Foodtruck mit wechselndem Angebot. Dafür reicht das aus, und es lohnt sich nicht, dafür Geld auszugeben.
Die Grenze kommt an drei Stellen. Erstens die Zahl der Positionen: viele kostenlose Angebote lassen zwanzig bis dreißig Einträge zu und wollen ab da einen Tarif. Zweitens Größen und Extras, die im Gratis-Umfang meistens fehlen, weil sie technisch aufwendiger sind. Drittens die Adresse: Die Karte liegt unter der Domain des Anbieters, Werbung inklusive, und Ihr QR-Code zeigt dorthin.
Dazu kommt der Posten, den keine Gratis-Variante abnimmt: das Eintippen. Bei einer normalen Restaurantkarte mit Größen, Beilagen und Zusatzstoffen ist das ein Arbeitstag. Genau dafür gibt es bei uns die Einrichtungspauschale von 299 Euro. Sie schicken die alte Karte als PDF, Word-Datei oder Handyfotos, und bekommen sie fertig angelegt zurück. Die laufenden Kosten liegen bei 49 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer, ohne Provision auf Bestellungen; die Konditionen stehen im Einzelnen unter Preise.
Der ehrliche Satz dazu lautet: Kostenlos ist die Software, nicht die Arbeit.

Speisekarte online gestalten: Aufbau, der am Handy trägt
Die Karte wird zu über neunzig Prozent auf dem Telefon gelesen, oft bei schlechtem Empfang und gedimmtem Licht. Das ändert die Regeln gegenüber Papier.
Oben steht, was verkauft werden soll. Auf einer gedruckten Karte wandert der Blick über die ganze Seite. Am Handy gibt es kein Überfliegen, nur Scrollen. Was auf Position achtzehn steht, existiert für die Hälfte der Gäste nicht.
Schrift größer als Sie denken. Ihr Gast ist abends müde, das Licht ist warm und schwach, und ein guter Teil Ihrer Stammkundschaft ist über fünfzig. Was auf Ihrem Monitor elegant wirkt, ist am Tisch zu klein.
Kurze Beschreibungen, konkrete Wörter. „Hausgemacht" sagt nichts. „Bratkartoffeln aus festkochenden, am Vortag gekocht" sagt etwas. Zwei Zeilen reichen.
Ladezeit unter zwei Sekunden. Große, unkomprimierte Fotos sind der häufigste Grund, warum eine schöne Karte im Betrieb nicht benutzt wird. Niemand wartet acht Sekunden mit einem Bier in der anderen Hand.
Ausverkauft als Schalter, nicht als Zettel. Grünkohl alle, Matjes alle: ein Klick, die Position ist ausgegraut. Das spart der Bedienung an einem Abend ein Dutzend Erklärungen.
Wer tiefer in die Unterschiede zwischen PDF, Webkarte und Bestellkarte einsteigen will, findet das ausführlich unter digitale Speisekarte.
Speisekarten-Software auswählen: fünf Fragen, die vorher zählen
Die Anbieterlandschaft ist unübersichtlich, und die Preisseiten vergleichen sich schlecht. Fünf Fragen sortieren das schnell.
Wem gehört die Adresse? Wenn Ihr QR-Code auf eine fremde Domain zeigt, gehört Ihnen der Zugang zu Ihren eigenen Gästen nicht. Bei einem Anbieterwechsel drucken Sie alles neu.
Wer tippt die Karte ein? Entweder Sie, oder der Anbieter. Beides ist in Ordnung, aber es muss vorher geklärt sein, sonst liegt die Karte im dritten Monat immer noch halb fertig herum.
Wie lange dauert eine Preisänderung? Im Januar ziehen die Lieferanten an, und dann wollen Sie vierzehn Positionen in zwanzig Minuten ändern können, nicht ein Ticket schreiben.
Lässt sich später bestellen? Karte und Bestellsystem sind derselbe Datensatz. Wenn der Anbieter das trennt, legen Sie die Karte irgendwann ein zweites Mal an. Wie das zusammenhängt, steht unter Bestellsystem.
Fällt eine Provision an? Das ist die teuerste Stelle überhaupt. Ein Betrieb mit 8.000 Euro Online-Umsatz im Monat zahlt bei 13 Prozent rund 1.040 Euro, bei 30 Prozent 2.400 Euro. Eine feste Monatsgebühr von 49 Euro ist dagegen ein Rundungsfehler. Welche Programme im Gastrobereich sonst noch eine Rolle spielen, ist unter Gastro Software sortiert.

Online Speisekarte an der Nordseeküste: Saison ändert die Anforderungen
Hier oben hat die Sache einen Dreh, den ein Betrieb im Binnenland nicht kennt: die Karte muss zweimal im Jahr komplett kippen und dazwischen wöchentlich atmen.
Zwischen Mai und September sitzen in Cuxhaven, Büsum und St. Peter-Ording überwiegend Leute am Tisch, die zum ersten Mal da sind. Die lesen gründlicher als jeder Stammgast, und sie schauen vorher nach. Ein Urlauber in einer Ferienwohnung in Butjadingen entscheidet abends auf dem Sofa, wo er morgen isst. Existiert Ihre Karte dann nur als Download, kommt sie in dieser Entscheidung nicht vor.
Dazu der Tagesfang. Wer Fisch anbietet, hat eine Karte, die sich zweimal die Woche ändert. Auf Papier ist das eine Kreidetafel im Eingang, die von der Straße niemand liest. Online ist es eine Position, die morgens angelegt und abends deaktiviert wird.
Und im November halbiert sich die Gästezahl, die Karte wird kürzer, Grünkohl kommt dazu. Wer die Karte online führt, baut daraus in einer halben Stunde eine Winterfassung. Wer druckt, lebt bis Weihnachten mit durchgestrichenen Zeilen.
Ein letzter Punkt, den viele übersehen: Eine Speisekarte auf der eigenen Seite wird von Google gelesen. Wenn jemand in Wilhelmshaven abends „Grünkohl essen" sucht, kann Ihre Karte in diesem Ergebnis auftauchen. Ein PDF-Download und ein Foto der Tafel bei Facebook können das nicht.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, eine Online Speisekarte zu erstellen?
Die Eingabe einer normalen Restaurantkarte mit Größen, Beilagen und Zusatzstoffen ist ein Arbeitstag. Der größere Teil davon ist das Sortieren der Daten, nicht die Technik. Wer die Einrichtung abgibt, schickt die alte Karte als PDF oder Fotos und bekommt sie fertig zurück.
Kann ich die Speisekarte online erstellen kostenlos?
Für kleine Karten ohne Größen und Extras ja. Gratis-Werkzeuge begrenzen meist die Zahl der Positionen, bieten keine Varianten und legen die Karte unter ihre eigene Adresse. Bei Bistrio sind die ersten drei Monate im vollen Umfang kostenlos.
Brauchen meine Gäste eine App?
Nein. Der QR-Code öffnet eine normale Webseite im Browser des Telefons. Es wird nichts installiert und nichts angemeldet.
Wie ändere ich später Preise?
Über die Verwaltung am Tablet oder Rechner. Eine einzelne Position ist in Sekunden geändert, vierzehn Positionen in gut zwanzig Minuten. Die Änderung ist sofort sichtbar, ohne neuen QR-Code.
Kann die Online-Karte auch Bestellungen annehmen?
Ja. Karte und Bestellsystem greifen auf denselben Datensatz zu. Abholung, Lieferung und Tischbestellung lassen sich dazuschalten, ohne die Karte ein zweites Mal anzulegen.
Der nächste Schritt
Eine Online Speisekarte erstellen ist zu neunzig Prozent Vorbereitung und zu zehn Prozent Eingabe. Wer die Liste mit Größen, Beilagen, Extras und Zusatzstoffen einmal sauber hat, ist an einem Nachmittag fertig und muss danach nie wieder von vorn anfangen. Wer ohne diese Liste startet, hört nach der zweiten Kategorie auf.
Der zweite Teil wiegt auf Dauer schwerer als die Karte selbst. Läuft sie unter Ihrer eigenen Adresse, gehören Ihnen die Gästedaten, die Newsletter-Liste und die Bestellungen, sobald Sie die Funktion dazuschalten. Läuft sie beim Portal, zahlen Sie für jeden Gast Provision, den Sie ohnehin schon hatten.
Schauen Sie sich das drei Monate lang im vollen Umfang an, mit Ihrer eigenen Karte und Ihren Preisen. Demo ansehen oder kurz anrufen: Michael Raske, 0176 61850722.

Bestellsystem, Tischbestellung per QR-Code, Reservierungen und Gutscheine in einem Portal. Ohne Provision. Drei Monate kostenlos testen.
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